Zürich: Recht auf Stadt im Schatten der Baukräne

Andrej Holm schreibt:

Vor ein paar Wochen war ich in Zürich eingeladen und habe einen kleinen Einblick in die stadtpolitischen Konflikte dort erhalten. Vieles scheint wie überall: Verkehrsplanungen zu Lasten der Quartiersbewohner/innen (Neufrankenschneise Nein!), Großprojekte in zentralen Bereichen (Mobimo Tower, Prime-Tower), Aufwertungstendenzen in den bisher ärmeren Stadtteilen (wie Altstetten) und der unermüdliche Kampf um eine paar subkulturelle Freiräume in der Stadt (z.B. Autonomer Beauty Salon). Doch anders als in Berlin, Hamburg oder Frankfurt scheint mir die Stadtpolitik in Zürich noch stärker von lokalen Akteuren bestimmt zu werden. Bauherren die Luxuswohnanlagen errichten und Banken die solche Projekte finanzieren haben vielfach eine lange Gechichte in der Stadt und einen guten Draht in die Stadtpolitik. Die Züricher Immobilien-Verwertungs-Koalition erscheint stärker noch als anderswo als Netzwerk von scheinbar alten Bekannten. Ob das eine Vor- oder Nachteil für die städtioschen Protestbewegungen ist, war unter anderem Thema im Gespräch mit Anja Suter von der WOZ: “Durch die Stadt der Kräne”

Quelle: Zürich: Recht auf Stadt im Schatten der Baukräne 

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