Der Preis des Wachstums

Weil Potsdam so beliebt ist, fehlt es an bezahlbarem Wohnraum. Nun will die Stadt gegensteuern.

Es wirkte wie ein Ruf aus vergangener Zeit, was sich Ende Dezember in der Stiftstraße in Potsdam-West ereignete. Junge Leute besetzten ein leerstehendes Haus, um auf Wohnraummangel und steigende Mieten aufmerksam zu machen. Dass die Aktion am zweiten Weihnachtstag stieg, solle den Hauseigentümer, die Diakonie, „an ihre soziale Verantwortung erinnern“, so die Besetzer. Einen Tag später zogen sie friedlich wieder ab.

Das eigentliche Problem allerdings bleibt der Landeshauptstadt auf absehbare Zeit erhalten: Weil Potsdam schneller wächst als das Wohnungsangebot, wird es eng und teuer. Vor allem junge und alte Menschen mit niedrigen Einkommen bekommen das zu spüren. Aber auch für viele Familien sind zu hohe Mieten das wichtigste Motiv, aus dem sonst beliebten Potsdam fortzuziehen, wie eine Umfrage der Stadtverwaltung ergab.

Quelle: Berliner Zeitung

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