Familien verlassen die Landeshauptstadt

Der Mangel an preiswertem Wohnraum wird zum Hauptproblem. Die meisten von ihnen ziehen nach Berlin.

In der Landeshauptstadt fehlt es an bezahlbarem Wohnraum. Vor allem für Familien und junge Leute ist dies das wichtigste Motiv, Potsdam zu verlassen, wie eine Befragung im Auftrag der Potsdamer Stadtentwicklungsbehörde ergab. Die meisten von ihnen zogen nach Berlin (40 Prozent) oder in dessen südwestliches Umland. Die Studie belegt aus Sicht der Stadt zugleich die hohe Attraktivität
Potsdams: So wäre ein Drittel der befragten Haushalte, die 2010 abgewandert sind, gerne geblieben. Als besondere Vorteile der Stadt nannten sie Grünanlagen, das Kulturangebot, Schulen und Kindergärten sowie den Nahverkehr.

Aus der Befragung lassen sich nach Ansicht Erik Wolframs vom Bereich Stadtentwicklung Schlussfolgerungen für die Politik und die private Wohnungswirtschaft ableiten. Sie müssten „für Familien mehr tun“, sagte er am Mittwoch. Auch der Mangel an Studentenbuden, der lange bekannt sei, müsse behoben werden. Viele angehende oder junge Akademiker sind in den vergangenen Jahren nach Berlin gezogen, und nicht bei allen waren der Befragung zufolge das lebendigere Nachtleben oder das Flair der Großstadt ausschlaggebend.

Quelle: Berliner Zeitung

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