Bürger entsetzt über Massenfällung

Verwirrung, Empörung und Ratlosigkeit. Gleich mehrere Anwohner aus der Nachbarschaft des früheren Lazarettgeländes an der Großbeerenstraße 301 riefen gestern in der Redaktion an. Sie alle beklagten die Flächenabholzungen auf dem Waldgelände, das die Firma Kirsch & Drechsler zum Eigentumswohnpark umgestalten lässt. Unisono schilderten sie ihre Odyssee durch Ämter und Behörden auf der Suche nach Auskunft, ob der Kahlschlag genehmigt oder noch zu stoppen sei. Überzeugende Antworten bekamen sie weder beim Grünflächenamt, noch bei der Unteren Naturschutzbehörde, noch bei der Forst.

Marianne Krohse steht in der Materie. Frisch im Vorruhestand, arbeitete sie kürzlich noch in der Bauabteilung des Finanzministeriums. Ihre Nachfrage bei der Stadt erbrachte, dass Kirsch keinen Antrag für Baumfällarbeiten gestellt hatte. Die Stadt erklärte sich für nicht zuständig mit dem Hinweis, dass es sich um eine Waldfläche handele. Für Krohse ist das ein Widerspruch, weil die Stadt zugleich beabsichtigt, den von Kirsch freigeschlagenen Streifen an der Wildeberstraße als Baufläche festzusetzen

Quelle: MAZ

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