Kontinuität statt Brüche

Prof. Ludger Brands schreibt in der PNN:

Genauer betrachtet, gerade vor dem Hintergrund aktueller Tendenzen, das bisher Erreichte und Beschlossene zur Reaktivierung des historischen Stadtgrundrisses in Potsdam wieder in Frage zustellen, müssen wir uns der weiteren Entwicklung der die Nikolaikirche umgebenden Quartiere, also der drei Altstadtblöcke dieser Stadt, inhaltlich genauer zuwenden. Was ist eine authentische Bebauung der Potsdamer Mitte, die den geographischen Ort der ehemaligen Altstadt, also des historischen Zentrums, beschreibt? Es geht um die Blöcke „Am Steubenplatz“, „Am Platz der Einheit“ – mit einer jetzt deutlich wahrnehmbar fragwürdigen Integration der Stadt- und Landesbibliothek – und „Karree Neuer Staudenhof“, zurzeit noch „Staudenhof“.

Für die Entwicklung dieser drei Blöcke um den Alten Markt ist eine inhaltliche Zuspitzung der Debatte im Sinne einer maximal erreichbaren stadträumlichen Qualität im Ganzen und einer architektonischen Qualität im Einzelnen daher nur wünschenswert und die Beantwortung der Frage „Was ist ein städtisches Haus?“ nach wie vor offen. Kann ein für diesen Ort maßstablos wirkender Solitär Staudenhof den Typus des städtischen Hauses überhaupt repräsentieren? Wie viele Solitäre verträgt ein größtenteils auf Kleinmaßstäblichkeit orientierter Umbau des Quartiers Am Alten Markt?

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