Eine Wohnung ist die halbe Miete

Zwar erhöhte sich in den zurückliegenden zehn Jahren auch der Bestand. Er kletterte um etwa 10 000 auf jetzt rund 85 000 Wohnungen. Es gibt aber nur etwa 500 Genossenschaftsquartiere mehr als einst und sogar um die 1800 kommunale Wohnungen weniger als früher. Der Zuwachs geht auf das Konto privater Eigentümer, die bei der Miete oft ungeniert zulangen. Das Bündnis, das die Demonstration organisiert, kann einen Unterschied allerdings gar nicht erkennen. Sowohl ein städtisches Wohnungsunternehmen wie die Gewoba als auch private Eigentümer »erhöhen seit Jahren die Mieten und ein Ende dieser Entwicklung ist nicht absehbar«, heißt es. »Gleichzeitig stagnieren oder sinkend die Reallöhne.« Doch während das Denken der Menschen mehr und mehr um die Frage kreise, wie lange sie sich ihre Wohnung noch leisten können, werde die Stadt von »Preußenfreaks« zu einem »barock-militaristischen Freiluftmuseum« umgestaltet. Dazu gehöre der 2009 beschlossene Abriss des Staudenhofs, eines DDR-Plattenbaus mit vergleichsweise günstigen Wohnungen.

Quelle: ND

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