Immer mehr Potsdamer sind obdachlos

Immer mehr Potsdamer sind obdachlos. Laut Verwaltung lebten zum Stichtag 30. Juni 2011 150 Menschen in kommunalen Obdachloseneinrichtungen. In diesem Jahr waren es zum gleichen Zeitpunkt 178 Menschen. Dies entspricht einem Anstieg um 18,7 Prozent.

Die Wohnungsknappheit verschärft laut Stadtverwaltung die Probleme, „weil die Toleranzgrenze von Vermietern deutlich niedriger liegt als das bei entspannten Märkten der Fall wäre“, so Rathaussprecherin Regina Thielemann. Insofern bestehe „durchaus ein Zusammenhang zwischen angespanntem Wohnungsmarkt und steigender Obdachlosigkeit“. Wohnungslose können in verschiedenen Einrichtungen der Stadt untergebracht werden. Das Obdachlosenheim der Awo in Nedlitz zählt 100 feste Plätze und zehn Notbetten. Bei den „Jungen Wilden“, einem Projekt der Awo, leben 18- bis 30-Jährige. Dort wohnen 24 Personen. Im Familienhaus stehen 60 Plätze zur Verfügung.

Das Obdachlosenheim und das Familienhaus wachsen stetig: 2009 lebten hier 130 Menschen, 2010 waren es 144, 2011bereits 155. Laut Stadtverwaltung entstanden aufgrund des steigenden Bedarfs seit 2010 in allen Einrichtungen zusammen 40 neue Plätze.

Um den Weg zurück in die eigene Wohnung zu ebnen, mietet die Stadt sogenannte Gewährleistungswohnungen an. 2010 und 2011gab es 17 Wohnungen mit 53 Plätzen. Inzwischen sind es 19 Wohnungen.

Quelle: MAZ 

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