Wohnungsbesetzung hat Tradition… …und Zukunft!

Am Mittwoch endete in Potsdam eine seit fast drei Woche andauernde Wohnungsbesetzung. Ein Student, der seit Monaten vergeblich auf der Suche nach einer Wohnung war, die er von seinem BaföG-Satz bezahlen konnte zog die logische Konsequenz und in eine leer stehende Wohnung ein.

Trotz des Endes ist Wohnungsbesetzung ein Beispiel dafür, was man machen kann, um der Wohnungsnot in Potsdam zu begegnen. Es stehen in Potsdam immer noch viele Wohnungen leer. So lässt z.B. die Gewoba Wohnungen trotz gegenteiliger Beteuerungen oft jahrelang leer stehen, nicht nur in der Heidesiedlung und der Behlertstraße. Aber auch private Vermieter lassen Wohnungen leer stehen, z.B. wenn Häuser entmietet werden um sie zu sanieren und teurer weiterzuvermieten.

Der Arbeitskreis Recht auf Stadt erklärt sich solidarisch mit allen, die sich nicht mehr mit Wohnungsnot abfinden wollen und vom Bitten und Betteln bei Gewoba und Stadtverwaltung die Schnauze voll haben. Wenn die Pro Potsdam Wohnungen Jahre lang leer stehen lässt, wenn die Mieten ins unermeßliche Steigen, dann kann die Konsequenz nur lauten: Wir nehmen uns die leeren Wohnungen, wir ziehen nicht mehr aus, bloß weil ein Vermieter das so will. Und wenn das viele machen, und wenn wir uns gegenseitig beistehen, dann laufen auch die Drohungen mit Polizei und Gerichtsvollziehern irgendwann ins Leere.

Kommt am Sonntag (6.10.) um 14.00 in den Hof der Behlertstraße 40 zur Veranstaltung zu Mieten und Wohnen in Potsdam.

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