Stadt fällt mit Plänen für Mercure-Abriss durch

Die Pläne der Stadtverwaltung für einen Abriss des Mercure-Hotels stehen vor dem Scheitern. Ausgerechnet zwei SPD-Stadtverordnete stimmten im Bauausschuss am Dienstagabend nicht für den von ihrem Parteifreund Oberbürgermeister Jann Jakobs ersonnenen Plan für den Neubau der Weissen Flotte am Bahndamm – obwohl dieser Standort aus Sicht der Stadt die Voraussetzung für den Abriss ist. Stattdessen votierten die SPD-Fraktionsmitglieder Pete Heuer und Thomas Bachmann – ebenso wie die CDU – für einen Antrag der Linken. Dieser schlägt vor, den Neubau wie 2010 beschlossen direkt an das Hotel-Hochhaus zu setzen – zumindest temporär. Das dritte SPD-Mitglied im Bauausschuss, Marcus Krause, enthielt sich.

Die Hängepartie um den Flottenneubau dürfe nicht unendlich verlängert werden, hatte Heuer zuvor gesagt. Er habe die Vermutung, dass sich die Vorschläge der Stadt nicht verwirklichen ließen, deshalb könne er nur für den Standort am Mercure stimmen. Bachmann fügte hinzu, er sehe nicht, dass sich in absehbarer Zeit eine Gelegenheit für einen Abriss, wie damals durch den Software-Milliardär Hasso Plattner geplant, ergeben werde. Ähnlich argumentierte auch Peter Lehmann (CDU): „Ich glaube, das Mercure steht noch zehn Jahre. Wir hatten unsere Chance, die haben wir nicht genutzt.“

Quelle: PNN

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