zur Abstimmung über den Abriss des Mercure-Hotels

Gemeinsame Pressemitteilung des AStA der Universität Potsdam und des AK Recht auf Stadt Potsdam zur Abstimmung über den Abriss des Mercure-Hotels.

Mitte letzter Woche verkündete Potsdams Sozialbeigeordnete Müller-Preinesberger, dass die Stadt Potsdam 90.000,- Euro für ein„wohnungspolitisches Konzept“ ausgeben möchte. Damit soll wohl im Vorfeld der kommenden Kommunalwahlen und angesichts ungebremst steigender Wohnkosten in Potsdam Aktivität simuliert werden, ohne dass tatsächlich etwas getan werden muss.

Der Arbeitskreis Recht auf Stadt Potsdam und der AStA der Universität Potsdam stellen dazu fest: Statt Geld an irgend welche Sachverständigen-Büros raus zuschmeißen, soll die Stadt einfach eine Kehrtwende vollziehen und aufhören, den ästhetischen Bedürfnissen einer kleinen Oberschicht, die von der sozialen Säuberung dieser Stadt träumt, mehr und mehr Wohnraum zu opfern.„Wer kein Problem damit hat, die Studierendenwohnheime in Eiche einer längst vergessenen Sichtachse zu opfern, dem hilft auch kein„wohnungspolitisches Konzept“ bei der Lösung des Wohnungsproblems in Potsdam“ erklärte Freya Peiler, sozialpolitische Referentin des AStA der Universität Potsdam.

Während für die Schaffung und Erhaltung preiswerten Wohnraums angeblich nie Geld da ist, ist es für die maßgeblichen Verantwortlichen in Stadt, Land und Bund nie ein Problem öffentliche Mittel für den den Wiederaufbau der Garnisonkirche oder den Abriss des Mercure-Hotels ausfindig zu machen. Allein in den Wiederaufbau der Garnisonkirche soll in den nächsten Jahren ein Vielfaches von dem gesteckt werden,was für den Bau und Erhalt von Sozialwohnungen zur Verfügung steht.

Die durch die Finanzierung des Umbaus Potsdams zur preußischen Puppenstube mit öffentlichen Geldern und Mitteln der Gewoba/ProPotsdam stattfindende Umverteilung von unten nach oben muss aufhören.Das ist die einfache Antwort auf die Frage, wie der Wohnungsnot in Potsdam begegnet werden kann.

Die gesparten 90.000 Euro für das „wohnungspolitische Konzept“ bitten wir in die Erhaltung preiswerten Wohnraums zu investieren.

AK Recht auf Stadt Potsdam & AStA der Universität Potsdam

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