Bundesweite Aktionswoche “Studis gegen Wohnungsnot” in Potsdam

Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Universität Potsdam beteiligt sich in der kommenden Woche an der bundesweiten Kampagne “Studis gegen Wohnungsnot”. Innerhalb dieser Kampagne kritisiert der AStA vor allem den Mangel an Wohnheimplätzen für Studierende sowie die gerade in Potsdam massiv voranschreitende Gentrifizierung.

Potsdam gilt schon seit Jahren als eine der teuersten Städte in den neuen Bundesländern. Doch mit Beginn des Wintersemesters wurde die Brisanz der Lage offenkundiger denn je: Über 200 Bewerber_innen gingen bei der diesjährigen Wohnheimplatzvergabe des Studentenwerks Potsdam leer aus. Medienwirksame Folge: die Besetzung einer Wohnung des strategischen Leerstands durch wohnungslose Studierende. Hinzu kam die Abschaffung des Begrüßungsgeldes – dabei wohnt bereits die Hälfte aller in Potsdam eingeschriebenen Studierenden im günstigeren Berlin.

Dem Studentenwerk, das unter anderem für die Wohnheime und die Mensen zuständig ist, sind die Hände gebunden: Die stetigen Kürzungen der Landeszuschüsse verhindern die Schaffung weiteren studentischen Wohnraums. Stattdessen sieht das Studentenwerk sich dazu gezwungen, den Semesterbeitrag sowie die Miet- und Mensapreise zu erhöhen.

“Der kostenintensive Wiederaufbau preußischer Schlösser und Kirchen hat Konjunktur, Wohnungen und Hotels werden zugunsten touristischer Sichtachsen abgerissen. Mir fehlen die Worte”, so AStA-Pressereferentin Marei Frener.

Quelle: AStA Potsdam 

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