Rekord-Tief beim Wohnungsleerstand

Noch nie war der Wohnraum in Potsdam so knapp wie jetzt. Gleichzeitig steigt die Zahl derjenigen Potsdamer, die sich die Miete nicht mehr leisten können

Konkret standen 2012 nur 0,86 Prozent aller als vermietbar geltenden Wohnungen leer. Das ist der niedrigste Wert seit Erfassung dieser Daten im Jahr 2000. Ein funktionierender Wohnungsmarkt braucht aber einen Leerstand von rund 3 Prozent, wie der Bereichsleiter Wohnen in der Stadtverwaltung, Gregor Jekel, bei der Vorstellung des Berichts sagte. Nur dann ist auch ein kurzfristiger Umzug ohne Komplikationen möglich. Am wenigsten Leerstand gab es im vergangenen Jahr im Sozialraum 6, zu dem die Stadtteile Schlaatz, Waldstadt und Potsdam Süd zählen. Dort waren nur 0,42 Prozent der vermietbaren Wohnungen nicht genutzt.

Gleichzeitig wächst die Zahl der Potsdamer, die ihre Miete nicht selbst zahlen können. Die Zahl derjenigen, die im vergangenen Jahr einen Wohnberechtigungsschein besitzen, lag bei 3247 und damit neun Prozent über dem Vorjahreswert

Gestiegen ist auch die Zahl derjenigen, die auf einen Schlafplatz im Obdachlosenwohnheim angewiesen sind. In dem Heim am Lerchensteig übernachteten 2012 durchschnittlich 176 Obdachlose im Monat, das waren 21 mehr als 2011.

Quelle: PNN

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